NLP – Was ist das?

Die Abkürzung NLP steht für Neuro-Linguistisches Programmieren. NLP entwickelte sich in den 1970er Jahren als Erforschung der Struktur subjektiver Erfahrung. Die Erkenntnisse, die aus dieser Erforschung gewonnen wurden, umfassen vielfältige Aspekte rund um gelungene Kommunikation, menschliche Fähigkeiten, Potenziale und Erfolg. NLP ist heute in der deutschen Weiterbildung die am häufigsten angewandte Methode.

Aus den Erkenntnissen des NLP wurden in den vergangenen Jahrzehnten vielfältige Methoden und Modelle für eine lösungsorientierte Veränderungsarbeit entwickelt. Basierend auf Modellen der menschlichen Wahrnehmung macht NLP bewusst, welche Faktoren unser Erleben steuern und wie wir unsere Erfahrungen selbst erschaffen und verändern können.

Professionelle NLP-Ausbildungen verfolgen in diesem Zusammenhang grundsätzlich folgende Ziele:

  • Größere Bewusstheit über die Prozesse, die das eigene Erleben steuern
  • Verfeinerung des Verständnisses für zwischenmenschliche Kommunikationsprozesse
  • Mehr Flexibilität im Umgang mit unterschiedlichen Menschen und mit den Herausforderungen einer sich wandelnden Welt
  • Größere Sinnesschärfe
  • Stärkung der Fähigkeit, persönliche Ziele zu formulieren und unter Berücksichtigung verschiedener Einflussfaktoren zu verwirklichen

Geschichte des NLP

Die Methode des Neuro-Linguistischen Programmierens, kurz NLP, entstand in den frühen siebziger Jahren in Kalifornien. John Grinder und Richard Bandler entwarfen ein Modell für menschliche Kommunikations- und Veränderungsprozesse, das schnell Verbreitung fand und heute im deutschsprachigen Raum zu den wichtigsten Methoden der Weiterbildung gehört.

Bandlers und Grinders Interesse galt der Psychotherapie. Gemeinsam beschäftigten sie sich mit den Fragen:

Was machen erfolgreiche Menschen eigentlich anders als weniger erfolgreiche, die auf den ersten Blick genau das Gleiche tun?

Wie können diese Fähigkeiten so beschrieben (modelliert) werden, dass sie anderen Menschen vermittelt werden können, damit diese genauso gut wie ihre Vorbilder werden?

Bandler und Grinder konzentrierten sich in diesem Zusammenhang zunächst auf herausragende Psychotherapeuten. Sie untersuchten  die Arbeitsweisen und Kommunikationsformen der hervorragenden Psychotherapeuten Virginia Satir, Fritz Perls und Milton H. Erickson.

In der Tat hatten diese drei Therapeuten trotz unterschiedlicher therapeutischer Konzepte Gemeinsamkeiten im konkreten Handeln, die die Veränderungsprozesse der Klienten erleicherten. Bandler und Grinder verfeinerten diese Muster und bildeten daraus ein Modell. Damit war der Grundstein für das NLP in den Jahren 1975 bis 1977 gelegt.

Verschiedene Einflüsse und Ausprägungen

Starke Einflüsse kamen in den Anfangsjahren von Gregory Bateson, einem britischen Anthropologen, der sich ebenfalls in Kalifornien mit Kommunikation und Systemtheorie auseinander setzte. In das NLP flossen außerdem Theorien von Alfred Korzybski ein, dem Begründer der "Allgemeinen Semantik", ebenso wie von Noam Chomsky, der das Modell der Transformationsgrammatik entwickelt hatte.

Seit den achtziger Jahren werden die Entdeckungen Bandlers und Grinders maßgeblich von Robert Dilts und Judith DeLozier, Steve und Connirae Andreas sowie Charles Faulkner weiterentwickelt. Im Mittelpunkt stehen dabei das  Modellieren außergewöhnlicher Fähigkeiten und das Studium der subjektiven Struktur des Denkens.

Es entstanden sehr unterschiedliche Ausprägungen in so verschiedenen Anwendungsfeldern wie Management, Persönlichkeitsentwicklung, Psychotherapie, in Coaching, Beratung, Supervision, im Gesundheitswesen, in Pädagogik und Didaktik sowie in der Kunst.

Die Grundannahmen des NLP

Philosophisch betrachtet steht NLP als Pragmatische Erkenntnistheorie dem Radikalen Konstruktivismus nahe. Das Welt- und Menschenbild des NLP beruht auf verschiedenen Vorannahmen. Dies bedeutet, dass NLP-Anwender davon ausgehen, dass diese Aussagen wahr sind, ohne deren Allgemeingültigkeit zu behaupten ("Als ob"-Rahmen). Auf dem Hintergrund dieser Sichtweisen zu handeln und zu kommunizieren, lässt unser Leben und unsere Interaktionen mit anderen effektiver, interessanter, befriedigender und reichhaltiger werden.

  • Erste Grundannahme: Menschen reagieren auf ihr Bild der Realität, nicht auf die Realität selbst. "Die Landkarte ist nicht das Territorium, die Speisekarte nicht das Menü."
  • Zweite Grundannahme: Die Basis für wirksame Kommunikation ist Rapport.
  • Dritte Grundannahme: Jedes Verhalten entspringt einer Absicht, die etwas Bedeutsames für den Handelnden sicherstellt. Jedes Verhalten ist in einem bestimmten Kontext eine Fähigkeit.
  • Vierte Grundannahme: Menschen treffen stets die beste Entscheidung, die sie zu einer gegebenen Zeit treffen können. Sie wählen den effektivsten Weg, den sie zurzeit kennen. Lernen sie bewusst oder unbewusst eine bessere Möglichkeit kennen, werden sie diese auch nutzen.
  • Fünfte Grundannahme: Flexibilität: Wenn etwas nicht funktioniert, probiere etwas anderes!
  • Sechste Grundannahme: Die Bedeutung der Kommunikation liegt in der Botschaft, die wir bekommen. In der Kommunikation gibt es keine Fehler, kein Versagen, sondern nur Erfahrungen, Ergebnisse und Feedback.
  • Siebte Grundannahme: Wir verfügen über die Ressourcen, die wir zur persönlichen Veränderung benötigen. Eine Veränderung kann schnell gehen und darf Spaß machen.
  • Achte Grundannahme: "Widerstand" ist eine Aussage über uns, nicht über unsere Gesprächspartner.
  • Neunte Grundannahme: Die Energie fließt dahin, wo die Aufmerksamkeit fokussiert ist. Unsere Gefühle regulieren wir selbst.

Mit freundlicher Genehmigung des Autors, Wolfgang Walker, sind die hier zusammengestellten Informationen angelehnt an Darstellungen in seinem Buch „Abenteuer Kommunikation". Außerdem empfehlen wir die Broschüre "Denkanstöße - der offizielle NLP-Guide des DVNLP", die in der Geschäftsstelle des Deutschen Verbands für NLP kostenlos bezogen werden kann.

Terminübersicht

Zum Weiterlesen

Wenn Sie mehr über das Thema erfahren möchten, empfehlen wir Neuro-linguistisches Programmieren: Gelungene Kommunikation und persönliche Entfaltung von Joseph O'Connor und John Seymour

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Phantalis Ludewig aus Berlin

Ich bin sehr froh, dass ich diese Ausbildung schon so früh begonnen habe. Und ich mich nun mit meinem neuen Päckchen...

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