Ich bin 1974 in Warburg im Dreiländereck von Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen geboren und lebte bis zum meinem 20. Lebensjahr im wohl kleinsten Dorf der Bundesrepublik. Nach Beendigung meines Abiturs 1994 entschied ich mich für ein Jahr Zivildienst in einer Sonderschule. Diese Zeit prägte mich und konkretisierte die Antwort auf die Frage: "Ich will studieren, aber was?" - So nahm ich im Oktober 1995 mein Studium der Psychologie in Trier auf. Beendet habe ich es schließlich in Berlin im Jahr 2001. So kam es letztlich zu einem Umzug vom kleinsten Dorf in die größte Stadt Deutschlands.

So richtig und gut ich das Studium der Psychologie für mich erlebte, so unsicher war ich mir über meine Zukunft als Psychologe. Also entschied ich mich für die Vielfalt: Einige Zeit in der Personalabteilung der Deutschen Lufthansa in Frankfurt am Main überzeugten mich nicht, fasziniert hingegen hat mich die New Economy - das war damals im Jahr 2000. Aber so wie dieser Stern aufstieg und wieder sank, endete nach einem Jahr auch meine Zeit bei der Pixelpark AG in Berlin. Aber die Stadt wollte ich nicht mehr verlassen.

Ob es Zufälle gibt oder nicht, mag noch immer nicht geklärt sein, aber so begegnete ich Ralf, mit dem ich bis zum heutigen Tag zusammenarbeite. Er zeigte mir die Welt des NLP mit Herz und Verstand. Nach inzwischen acht Jahren mit NLP habe ich auf die Überholspur gewechselt und bin inzwischen Deutschlands jüngster Lehrtrainer und Lehrcoach (DVNLP, e.V.) geworden und führe mit viel Freude die Geschäfte im IFAPP.

NLP betrachte ich bis heute als Werkzeug. Ich habe mich dazu entschieden es nicht nur im Coaching und in Ausbildungen oder Seminaren zu nutzen und zu vermitteln, sondern auch im kindertherapeutischen Kontext anzuwenden. Vier Jahre lang arbeitete ich als Kinder- und Jugendtherapeut in Brandenburg bei einem kleinen Träger der Jugendhilfe in Erkner. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist eine sehr dankbare Arbeit. So wie ich schon zur Zeit des Zivildienstes und während meines Studiums nebenbei mit Kindern arbeitete, bin ich nun wieder bei Kindern und Jugendlichen angekommen und muss feststellen: Ein roter Faden durchzieht meine bisherige Biographie. Als ich diese Erkenntnis hatte, entschied ich mich im Herbst des Jahres 2003 zu einer Ausbildung zum Personzentrierten Berater für Kinder und Jugendliche und deren Bezugspersonen (GwG) - kurz: Ich wurde zum "Spieltherapeut" ausgebildet, was meiner durchaus verspielten Natur entspricht. Diese begleitete mich drei Jahre lang und zeigte mir einmal mehr, dass NLP und Therapie inhaltlich und methodisch oft sehr nah beeinander liegen. Bis heute arbeite ich daher weiterhin nebenbei als Kindertherapeut.

Wer mich kennt, weiß, dass meine Grundannahme lautet: "Veränderung kann schnell gehen und darf Spaß machen!" - Es ist mir wichtig, mit Humor und Freude mit Menschen zu arbeiten. In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen begegnen mir Schicksale, bei denen es wichtig ist, zuversichtlich zu bleiben, um Veränderungen erzeugen zu können. Gerade Kinder beweisen mir immer wieder, dass Veränderungen tatsächlich schnell eintreten können - und nicht nur mir Spaß machen!

Berlin, 1. September 2008, Sascha Neumann

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