Virginia Satir

Virginia Satir studierte an der Universität von Chicago, war Sozialarbeiterin und Dozentin für Familientherapie, erhielt das Ehrendoktorat der Universität von Wisconsin und arbeitete als Familientherapeutin in eigener Praxis.

Sie lehrte Familiendynamik am Illinois State Psychiatric Institute und gehörte seit 1959 einer Arbeitsgruppe von Psychiatern, Psychologen und Sozialarbeitern in Palo Alto an. Virginia Satir war eine der einflussreichsten Gründergestalten des familien- therapeutischen Ansatzes im Bereich der Psychotherapie.

In einer einzigartigen Synthese verband sie in ihrer Arbeit wesentliche Grundhaltungen der Humanistischen Psychologie in den kommunikationstheoretischen Entwürfen der Palo-Alto-Gruppe. Im Zentrum ihres erfahrungszentrierten Ansatzes der Familientherapie standen Begriffe wie 'Selbstwert', 'Wachstum' und 'Kommunikation'. Dabei berücksichtigen Satirs Konzepte gleichermassen intrapsychische wie interpersonale Faktoren.

Anfang 1972 lernte Virginia Satir den 22jährigen Studenten Richard Bandler kennen. Robert Spitzer, ihr Verleger, hatte den Kontakt hergestellt. Bandler begann nun, ihre Arbeiten zu studieren und entwickelte schliesslich zusammen mit John Grinder eigene Modelle, in denen neben verbalen und nonverbalen Verhaltensmustern auch richtungsweisende Ideen Satirs über Therapie und Kommunikation ihren Niederschlag fanden.